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  1. Was ist eine Photovoltaikanlage?
  2. Was ist Solarstrom?
  3. Was bedeutet kWp?
  4. Wie ist eine Solarzelle aufgebaut?
  5. Wie entsteht in einer Solarzelle aus Sonnenlicht Strom?
  6. Wo kann ich eine Photovoltaikanlage aufbauen?
  7. Wie groß muss eine PV-Anlage sein?
  8. Gibt es Fördermittel?
  9. Wie viel Energie produziert eine PV-Anlage?
  10. Kann ich den erzeugten Strom auch selbst nutzen?
  11. Was kostet eine PV-Anlage?
  12. Rentiert sich die Anschaffung einer Solarstromanlage?
Was ist eine Photovoltaikanlage? Eine Photovoltaikanlage wandelt die auf die Erde treffende Sonnenenergie in elektrische Energie um. Die Module einer Anlage werden mittels einer Unterkonstruktion auf dem Dach befestigt und miteinander zu so genannten Strings verbunden. Der erzeugte Gleichstrom wird über die Strings zum Wechselrichter transportiert, wo er in netzgleichen Wechselstrom umgewandelt wird und über den nächstmöglichen Anschlusspunkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Aufgrund der hohen und gesetzlich verpflichtenden Einspeisevergütung wird der gesamte Strom eingespeist. Für den Eigenverbrauch wird er zu einem Bruchteil dessen, was man für den eingespeisten Strom erhält, aus dem Stromnetz bezogen.
Was ist Solarstrom? Solarstrom nennt man den Strom, der durch den photovoltaischen Effekt in Solarzellen erzeugt wird. Der Fachbegriff Photovoltaik (griechisch: Photo = Licht und Volt = Maßeinheit für elektrische Spannung) steht für die Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird (Abk.: PV ).
Was bedeutet kWp? kWp, sprich Kilowatt-Peak (englisch: Peak = Spitze), ist die Einheit für die Spitzenleistung (=Nennleistung) eines PV-Generators unter Standardtestbedingungen. Eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt 7 bis 10 m² Dachfläche.
Wie ist eine Solarzelle aufgebaut? Bei Solarzellen handelt es sich üblicherweise um dünne Scheiben aus Silizium. Durch gezielte Verunreinigung des reinen Siliziums mit Fremdatomen erhält man eine negativ leitende Schicht und eine positiv leitende Schicht. In der Übergangszone zwischen den beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld. Dies wird zuerst über Lötstellen und später über Kabel geschlossen.
Wie entsteht in einer Solarzelle aus Sonnenlicht Strom? Fällt Licht auf die Solarzelle, werden im Silizium Elektronen und Löcher (sog. Defektelektronen) erzeugt und durch das elektrische Feld getrennt. Die Elektronen werden dem Minuspol und die Defektelektronen dem Pluspol zugeführt. Verbindet man die Kontakte über einen elektrischen Verbraucher, wie z.B. eine Glühlampe, so wandern die Elektronen über den äußeren Stromkreis zum Pluspol zurück - es fließt elektrischer Gleichstrom.
Wo kann ich eine Photovoltaikanlage aufbauen? Grundsätzlich können PV-Anlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Dachaufbauten u.ä. sollten allerdings vermieden werden.
Wie groß muss eine PV-Anlage sein? Da unter den derzeitigen Vergütungsbedingungen der gesamte Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, richtet sich die Größe der Anlage nicht zwangsläufig nach dem eigenen Stromverbrauch. Bei einer netzgekoppelten Anlage kann daher die Größe von der verfügbaren Dachfläche abhängig gemacht werden.
Gibt es Fördermittel? Dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird regenerativ erzeugter Strom, z. B. von PV-Anlagen, besonders vergütet, wenn er ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Die Vergütung wird grundsätzlich für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich der Monate des Inbetriebnahmejahres gezahlt. Die Vergütung für Anlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden bis zu einer Anlagengröße von 30 kWp beträgt dieses Jahr 39,14 Cent/kWh Darüber hinaus bieten einige Förderbanken zinsgünstige Kredite an und verzichten teilweise auch auf eine Grundschuldbesicherung.
Wie viel Energie produziert eine PV-Anlage? Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden und unseren Modulen ein Energieertrag von 900 bis über 1000 kWh pro kWp installierter Anlagenleistung und Jahr. Das bedeutet, dass Sie mit einer Anlage von 10 kWp einen Jahresertrag von rund 4300 € erwirtschaften.
Kann ich den erzeugten Strom auch selbst nutzen? Bei einer netzgekoppelten PV-Anlage wird aufgrund der erhöhten Einspeisevergütung in der Regel der gesamte produzierte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist und an den Netzbetreiber verkauft. Dies ist momentan die sinnvollste und wirtschaftlichste Nutzung. Eine Eigenverwendung nach Ablauf der 20 Jahre, in denen man die hohe Einspeisevergütung erhält, ist natürlich möglich.
Was kostet eine PV-Anlage? Zurzeit liegen die Preise etwa zwischen 2.800 Euro und 3.000 Euro pro kWp Leistung. Betreiber einer netzgekoppelten Solarstromanlage wirtschaften potentiell gewinnträchtig und sind somit berechtigt, die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückzufordern. Details sollten mit einem Steuerberater besprochen werden.
Rentiert sich die Anschaffung
einer Solarstromanlage?
Auf Grund der erhöhten Einspeisevergütung liegt der Betrieb einer Solarstromanlage im Bereich der Wirtschaftlichkeit. Je nach Berechnungsweise ergibt sich bei den derzeitigen Förderbedingungen eine mehr oder weniger hohe Rendite. Und: Die Lebenserwartung einer PV-Anlage ist höher als 30 Jahre!